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Orte, die einladen Dokumentation von Kleingewerbebetrieben aus Innsbruck- Dakar- Valparaíso-Hanoi/Documentación del comercio a pequeña escala en las ciudades de Innsbruck- Dakar- Valparaíso-Hanoi

deutsch

Orte, die einladen

Nach Innsbruck zu kommen mit den gewohnten Sichtweisen einer in Wien lebenden Chilenin war zu Beginn trügerisch und überraschend. Nach und nach bot sich mir die Möglichkeit, innerösterreichische Kulturunterschiede zu entdecken. Umgeben von der in Innsbruck stets präsenten Topographie arbeitete ich in den Sommerwochen intensiv und ohne aufzuhören, über die Ähnlichkeiten der alpinen und andinen Bergwelt nachzudenken. Es gab keine Barrieren, die mir meine Arbeit erschwert hätten, die MitarbeiterInnen und InhaberInnen der Geschäfte zeigten sich offen für die ungewohnte Begegnung mit einer fremden Fotografin, einem Eindringling in die Welt der kleinen Geschäfte.

Diese Dokumentation vergleicht wie schon die vorhergehenden unterschiedliche Realitäten in der Welt und zeigt differente Kontexte und Kulturen. Vor allem aber beschäftigt sie sich mit den vorgestellten Personen und ihrer Verbindung mit deren nächster Umwelt, nämlich ihrem Arbeitsplatz. Die Kriterien für die Auswahl der Geschäfte in den Städten Dakar, Hanoi, Valparaíso und Innsbruck waren die gleichen, sie basieren generell auf zwei Pfeilern: Überzeugung und Liebe. Die Überzeugung, das Richtige zu tun, trägt zur Entwicklung der menschlichen Gesellschaft bei, sie hilft tagtäglich in der im umfassenden Sinne sozialen Arbeit des Berufslebens. Die Liebe ermöglicht das Paradoxon, Traditionen der Familie zu bewahren und sich gleichzeitig einen ganz eigenen Beruf zu schaffen.

Daher war es für die Auswahl der besuchten Geschäfte entscheidend, Beispiele für eine Auseinandersetzung mit dem Bewahren der Tradition und der Wertschätzung neuer Ideen zu finden. Dies ist in Innsbruck gelungen, die Ausdehnung der Stadt und ihre gleichmäßige Verteilung zu beiden Seiten des Flusses machen diese Mischung möglich.